im zentralostfriesischen Raum scheint nach wie vor keine Verkehrswende in Sicht!

Ein Lichtblick, immerhin, dass im Bereich der Bahnstrecke 1570, Emden – Norddeich Mole, die Leit- und Sicherungstechnik erneuert wird, neue Weichenheizanlagen installiert und Kupferkabel gegen Lichtwellenleiter ausgetauscht werden.

Nicht uninteressant für den Bahnanschuss Aurich: Im Betriebsbahnhof Abelitz sind  die Bahnstrecken 1573 und 1570 zusammengeführt, 1573 Aurich – Abelitz, 1570 Norddeich Mole – Emden HBf.

Der Schienenanschluss nach Aurich wird im Rahmen der derzeitigen Nutzung für den Güterverkehr mit in die neue Technik eingebunden.

Bei Reaktivierung dieser Strecke für den Personenverkehr sind weitere Steuerungen zu installieren, was jedoch bei den neuen elektronischen Stellwerken weit weniger aufwendig sein dürfte als bei älteren mechanischen Stellwerken.

Das AUS für den Anrufbus ist besiegelt, der Vertrag ist zum 31. Mai 2025 gekündigt.

Ein Rückschlag, nicht nur für all diejenigen die auf den ÖPNV angewiesen sind, sondern für alle, die, aus welchen Gründen auch immer, statt des motorisierten Individualverkehrs (MIV) den ÖPNV bevorzugen, war die Nachricht, dass es im Mittelzentrum Aurich bald keinen innerstädtischen ÖPNV mehr geben wird. Die Rufbusverträge sind ausgelaufen und wie es weitergehen wird ist bislang unklar, Busgegner im Rat frohlocken, CDU und FDP sehen die Zeit ohne ÖPNV als Praxistest für die Stadt Aurich, berichteten  die ON am 11.02.2025.

„Planungen der Bundesstraße 210n gehen voran“ berichten die ON einen Tag später.

30 Kilometer Wallhecken und 5000 Bäume werden diesem Straßenneubau zum Opfer fallen, große Probleme mit der Entwässerung sind vorhergesagt.

Oberflächenversiegelung für Straßenneubau? Zerschneidung von Natur- und landwirtschaftlichen Nutzflächen? Dass dieses Straßenneubauprojekt keine geeignete Maßnahme ist den menschengemachten Klimawandel einzudämmen erscheint offensichtlich, es gibt Widerstände.

Macht es wirklich Sinn, in Anbetracht von Klimawandel und Erderwärmung noch mehr Straßen zu planen statt Busverkehr, Schienenpersonen- und Schienengüterverkehr attraktiver zu gestalten?

Eine der Haltestellen, an der in naher Zukunft
kein Bus mehr halten wird!
Hier soll sie langführen, die Umgehungsstraße (210n),
zum Vorteil des Autoverkehrs, zum Nachteil der Natur.   

Schienenwege gibt es (immer noch) im zentralostfriesischen Raum. Von Energie- und Verkehrswende ist vielfach die Rede. Straßenneubauten und Einstellung von Busangeboten sind wohl kaum Schritte in diese Richtung! Leider ist wenig politischer Wille erkennbar, eine Verkehrswende im zentralostfriesischen Raum voranzubringen.