berichten die ON in ihrer Ausgabe vom 22.03.2025.

Stufe 2 des derzeitigen Reaktivierungsprogramms des Landes Niedersachsen ist abgeschlossen und die Strecke Aurich – Abelitz – (Emden) ist eine von sechs als voraussichtlich förderungsfähig eingestuften Strecken.

Die Wiederinbetriebnahme möglichst vieler Verbindungen im Land ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende, so der Niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies.

Investitionen von rund 60 Millionen Euro seien erforderlich, um die Strecke für den Personenverkehr zu ertüchtigen, heißt es weiterhin in den Meldungen aus Hannover.

Die Baukosten für die B 210n hingegen werden, laut ON-Bericht vom 20.02.2025, nach heutigem Stand, mit 263 Millionen Euro beziffert.

Deutlich teuer und weit weniger umweltverträglich als die Reaktivierung der Bahnstrecke für den Personenverkehr.

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Güter werden bereits seit mehreren Jahren wieder auf dieser Bahnstrecke transportiert; der Güterverkehr auf der Strecke ließe sich intensivieren.

Niedersachsen hat den Klimaschutz in die Landesverfassung aufgenommen. Niedersachsen ist Energieland Nr. 1 und soll auch Klimaschutzland Nr. 1 werden. Weitere Landschaftszerschneidungen durch Straßenneubau sind da keinesfalls angesagt, wenn dieses Ziel erreicht werden soll. Der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene sollte insofern ein deutlich höherer Stellenwert eingeräumt werden.

Wenig vorausschauend wurde leider, auch in Ostfriesland, die Schieneninfrastruktur in hohem Maße zurückgebaut, so dass heute nicht ganz unerhebliche Investitionen zur Schaffung eines zukunftsträchtigen Verkehrsangebots notwendig sind

Blick auf eine ehemals viel genutzte Verladerampe
am Gleisvorfeld des Aurich Bahnhofs

Die Nutzwertanalyse verdeutlicht, dass sich mit Errichtung des Klinikums Uhtwerdum, an dem auch ein Bahnhaltepunkt vorgesehen ist, der Nutzen-Kosten-Index (NKI) deutlich verbessert hat. Gleichermaßen herauszustellen ist natürlich auch, dass mit dieser Bahnanbindung der zentralostfriesische Bereich auch für Urlauber und Ausflügler an Attraktivität gewinnt. So ist die Mitnahme von Fahrrädern in den Zügen recht unproblematisch; in Bussen hingegen ist dies vielfach nicht möglich. Hiesige Ausflugsziele, wie beispielsweise das Große Meer, das Dörpmuseum Münkeboe, das Moormuseum Moordorf, sind mit Bahn und Fahrrad gut und umweltverträglich erreichbar.