Lärmbelästigung durch AKKU-Triebwagen? Hohe Lärmschutzwände? Sinkende Grundstückswerte? Weniger Bahnübergänge? Geldverschwendung? Befürchtungen und viele Fragen äußerten Anwohner und Politiker aus Südbrookmerland in den Medien. Fragen, die nicht durch die Machbarkeitsstudie sondern erst im Planungsverfahren belastbar beantwortet werden können. Am 15.04.2026 besichtigten Auricher und Südbrookmerländer eine reaktivierte Bahnstrecke, im Rahmen einer Informationsfahrt zur Bentheimer Eisenbahn. Die Teilnehmer erhielten einen umfangreichen Einblick darüber, wie sich SPNV im ländlichen Raum gestalten lässt, wie es angenommen wird und was es zu beachten gilt.



Lärmbelästigung? Lärmschutzwände? Entwicklung der Grundstückswerte? Weniger Bahnübergänge? Fahrradmitnahme? Fahrgastzahlen? Viele Fragen wurden gestellt und von Herrn Berends während der Fahrten und an den Haltepunkten beantwortet: Keine Lärmschutzwände entlang der Strecke Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus. In einem Fall wurde ein Geldbetrag für individuelle Lärmschutzmaßnahmen gezahlt. Perspektivisch werden die Dieseltriebwagen im kommenden Jahrzehnt durch AKKU-Triebwagen ersetzt. Regelgeschwindigkeit 100 km/h, in Ortschaften 50 km/h. Die realen Fahrgastzahlen liegen deutlich über dem prognostizierten Wert von 1.700 Fahrgästen pro Tag, sie wurden mit ca. 3.000 angegeben (laut Internetrecherche 2.200 bis zu 11.000 täglich). Die Pünktlichkeitsquote der Bendheimer Eisenbahn liegt bei 99%. Zum Unsicherheitsfaktor Bahnübergang hieß es: „Weniger BÜs sind besser!“. Ein Triebwagen hat12 Plätze zur Fahrradmitnahme.

Im Nordhorner Rathaus empfingen Bürgermeister Thomas Berling und Herr Harald Krebs, ehemaliger Wirtschaftsförderer des Landkreises Leer und Ratsmitglied der Stadt Nordhorn, die Gruppe aus Ostfriesland. Bürgermeister Berling berichtete von den positiven Veränderungen, die sich mit der Bahnanbindung für die Stadt ergaben. Auf Veränderungen entlang der Strecke im ländlichen Raum befragt berichtete Herr Berling über Gewerbe Neuansiedlungen nahe den Haltepunkten und hob Steigerungen der Grundstücksbewertungen hervor.