Am gleichen Tag hatte der Emder Stadtrat, Medienberichten zu Folge, beschlossen, die Weiterplanung der Bahn-Reaktivierung Aurich-Abelitz zu unterstützen.
Die Stadt Aurich signalisierte, gemeinsam mit dem Landkreis ergründen zu wollen, wie es konkret weitergeht und wie sich die Stadt einbringen kann.
Die Südbrookmerländer Kreistagsabgeordneten Wilhelm Reinken und Detlev Krüger (beide Freie Wählergemeinschaft), Hinrich Albrecht (SPD) und Hilko Gerdes (CDU) sprachen sich gegen die Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs aus. So stellte Herr Gerdes auch das Bewertungsverfahren, das landesweit für alle Reaktivierungsverfahren gleichermaßen angewandt wird, im Hinblick auf die Strecke Aurich – Abelitz in Frage.
Auch Südbrookmerlander Bürgermeister Thomas Erdwiens äußerte sich im Nachgang der Sitzung kritisch, während Aurichs Bürgermeister Horst Feddermann für die Rückkehr zur Sachlichkeit plädierte und erwartet, dass es im weiteren Planungsprozess eine Bürgerbeteiligung gibt, bei der betroffene Anlieger mit einbezogen werden.
Nachdem im April dieses Jahres die reaktivierte Strecke Neuenhaus – Nordhorn – Bad Bentheim bereist wurde, betonte Herr Erdwiens, diese Strecke sei mit Aurich – Abelitz nicht vergleichbar.




Allerdings ist auch hier nicht nur die Anbindung an die Fernbahn entscheidend, Pendler und Ausflügler, beispielsweise, nutzen die Bahn als Alternative zum Straßenverkehr, verlässlicher Takt und Fahrzeiten sind hier sicherlich auch sehr ausschlaggebend.
Gleiches gilt auch für die Strecke Neuenhaus – Nordhorn – Bad Bentheim, mit deutlich anderen örtlichen Gegebenheiten, und dies wird sicherlich auch für die Strecke Aurich – Abelitz – Emden so zutreffend sein.