Zeichnet sich auch in Ostfriesland eine Mobilitätswende ab?

Der massive Rückbau der Schieneninfrastruktur erwies sich als Fehler!

Gleisabbau im Auricher Bahnhof, ungeachtet bestehender Flächenwidmung für den Schienenverkehr!

Auf dem Nahverkehrssektor sind Busse kein vollwertiger Ersatz des SPNVs, längere Fahrzeiten, Mitnahmen von Fahrrädern ist nur sehr eingeschränkt möglich, keine Toiletten, wenig Platz für Gepäckmitnahme usw. Natürlich sind auch Buslinien wichtig, überall dort wo die Möglichkeit einer direkten Bahnanbindung nicht (mehr) gegeben ist, sowie zur Anbindung entlegener Ortsteile.

Fehlende Umleitungsstrecken für Güterzüge verlangsamen den Personenverkehr und führen häufig zu Verspätungen.

Doch immer noch halten nicht alle politischen Kräfte die Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs im zentralostfriesischen Raum für erstrebenswert.

Notwendigkeit besteht allemal, für Aurich und Südbrookmerland. Attraktive Vermarktung der Region, Fachausbildung für Medizinstudenten am Zentralklinikum Uthwerdum, fordert der südbrookmerlander Regionalpolitiker Detlev Krüger. Ohne die Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs Aurich – SBL – Emden wird dies nicht gelingen!

Im Nachbarlandkreis Leer gibt es bereits Verbesserungen:

Während Empfangsgebäude und Güterabfertigung des Bahnhofs Neermoor anderer Nutzung zugeführt sind, wurden an den Durchgangsgleisen neue Bahnsteige errichtet.

Bahnhaltepunkte werden reaktiviert, einstige Bahnhöfe erhalten einen Teil ihrer ehemaligen Funktionen zurück

Nördlich des Bahnhofs Ihrhove der neue Haltepunkt, mit Fahrradstand und Parkplatz.
Haltepunkt Bunde, direkt beim Einkaufszentrum, bei allen Stationen von Leer bis Bunde sind Ticketautomaten von DB und Arriva installiert.
Kurz nach der Wiedereröffnung der Friesenbrücke bereisten Mitglieder des Fahrgastverbands PRO BAHN-Niedersachsen, mit dem Vorsitzenden  Malte Diehl, die Strecke Leer – Groningen zum Informationsaustausch mit den niederländischen Kollegen.